• Rolf

Die Rippchen meines Lebens

Aktualisiert: 3. Aug 2018

So lange habe ich noch nie auf mein Essen warten müssen!

Bevor ich über die Querverkostung und Zubereitung der 3 verschiedenen Rippchen vom Mangalitza-, Ibérico- und LiVar-Schwein in der 3-2-1 Methode auf unserem Fleisch Blog schreibe, tische ich euch noch etwas über mich auf.


Ich – Rolf – bin seit Oktober 2017 stolzes Mitglied von OTTO GOURMET und zuständig für Onlinewerbung bei Google & Co. Zudem betreue ich auch noch die schönen Texte die hier bei BlogaufBeef.de und bei Otto-Gourmet.de erscheinen. Ich möchte euch jetzt nicht mit SEA/SEO-Geschichten langweilen, denn ihr habt bestimmt schon Bock etwas über meine heiße Grill-Story zu lesen.


Folgende Zutaten habe ich verwendet:

· 1x Mangalitza Rippchen

· 2x LiVar Kotelettrippchen

· 2x Garimori Ibérico Baby Back Ribs Bellota

· Magic Dust Rub

· BBQ-Sauce (nimm einfach deine Lieblingssauce)

· Kirschsaft

· Cherry Wood Chunks


Ausgepackt

Nachdem ich die Rippchen im Kühlschrank habe auftauen lassen, war ich schon in Weihnachtsstimmung im Hochsommer: Es ging ans Auspacken!

Die LiVar Kotelettrippchen und Garimori Ibérico Baby Back Ribs Bellota sahen schon sehr ordentlich aus – schöne Marmorierung, schöne Farbe, schöne Größe – voller Vorfreude ging es los.

Danach waren die Mangalitza Rippchen dran und so einen Kawenzmann von Fett habe ich noch nie gesehen.

Es ist bekannt, dass Mangalitza einen sehr hohen Fettanteil hat, jedoch war ich von den Rippchen einfach nur überwältigt. Die Mangalitza Rippchen hatten eine unglaublich dicke Fettschicht von mehreren Zentimetern. Ob und wie diese Rippchen geschmeckt haben, erfahrt ihr natürlich erst später.

Erst heißt es jedoch warten, bevor man in den Genuss kommt. Die Rippchen brauchten etwas Temperatur (kaltes Fleisch auf dem Grill ist nicht gut) und ich habe die Zeit für diverse Vorbereitung genutzt.

Die Silberhaut von den Rippchen entfernen, ging sehr geschmeidig und ohne großen Kraftaufwand -dadurch kommt auch zusätzlicher Geschmack vom Rub von unten an das Fleisch.

Es soll ja lecker werden, habe ich mir gedacht und habe den guten Magic Dust Rub in die Rippchen einmassiert – Öl, Senf oder ähnliches habe ich nicht benutzt. Die Rippchen haben durch die Paprika in der Gewürzmischung eine schöne rote Farbe bekommen.

Die Cherry Wood Chunks habe ich gleichzeitig für ca. 30 Minuten in Wasser gelegt. Ob dieser Schritt wirklich notwendig ist, kann ich euch an dieser Stelle nicht verraten.





Grill für die 3-2-1 Methode vorbereiten

Die 3-2-1 Grillmethode ist für Anfänger super geeignet und kann sowohl auf dem Kugelgrill, Gasgrill und dem Smoker zubereitet werden. Wichtig dabei ist es nur, dass der Grill einen Deckel hat, sodass der Rauch sich gut verteilen kann und der Grill wie ein Backofen funktioniert.


Der ein oder andere von euch hat vielleicht schon etwas von dem Minion Ring gehört, dabei habe ich auf meinem Kugelgrill einen Halbkreis an Kohle gelegt, sodass die Kohlen sich berühren und nacheinander anzünden können. Eine 2er Reihe an Kohle mit jeweils einem Stück Kohle oben drauf genügt um eine gleichbleibende Temperatur von 120 °C zu erreichen.

Dabei bekommt man eine sehr gleichmäßige Temperatur im Grill, was sehr hilfreich für lange Grillgeschichten wie der 3-2-1 Methode ist. Bei der Methode sitzen die Rippchen insgesamt 6 Stunden indirekt auf dem Grill – vorher sollte man auf jeden Fall noch ein gutes Frühstück verputzt haben, ansonsten kommt der Heißhunger garantiert!


1. Phase: 3 Stunden Rauch

Der Minion Ring war fast bereit und brauchte nur noch die vorher in Wasser eingelegten Cherry Wood Chunks, damit sich ein gutes Raucharoma auf dem Fleisch entfalten kann.

Hierbei habe ich nur etwa zur Hälfte des Minion Rings mit Räucherchips belegt, da wir den Rauch nur in der ersten Phase brauchen.

Mit Räucherchips verhält es sich genau wie mit Gewürzen: nicht übertreiben! Ansonsten könnt ihr gleich auf ein Stückchen Holz kauen.


Rippchen nach dem Smoken und frisch aus dem Grill

Ich habe etwas Kohle im Anzündkamin angeheizt und anschließend die heiße Kohle an einem Ende vom Minion Ring angelegt, sodass die Kohle sich nacheinander anzünden konnten.

In allen 3 Phasen ist es wichtig, dass ihr die Temperatur von ca. 120 °C haltet, was mit dem Minion Ring sehr gut funktioniert. Den Rest habe ich über die Öffnungen vom Kugelgrill erledigt.

Sobald die Temperatur erreicht ist und eine starke Rauchentwicklung stattfand, kamen meine Rippchen auf dem Grill - man konnte fast riechen wie lecker sie werden.



2. Phase: 2 Stunden eingetütet

Nach 3 Stunden Rauch habe ich die Rippchen in Alufolie eingetütet und mit ein paar Esslöffel Kirschsaft verfeinert. Die Methode habe ich mir vom lieben Kollegen in diesem Video abgeschaut.

In dieser Phase hilft der Rauch auch nicht mehr, denn die Rippchen sollen luftdicht verschlossen werden - dadurch entweicht kein Dampf und sie werden sie super zart und saftig.


3. Phase: Eine Stunde Rippchen moppen

Schon wieder geht es ans Auspacken.

Das Fleisch ist schon fast vom Knochen gefallen und ich hätte am liebsten jetzt schon reingebissen. Mein Frühstück war zwar schon einige Stunden her, aber mein Wille war stark.

In der letzten Phase der 3-2-1 Methode wurde es mit meiner Lieblings BBQ Sauce schmierig.


Ein Pinsel in die eine, die Sauce in der anderen Hand ging es ans Eingemachte.

In der dritten Phase habe ich vor Beginn und nach etwa 30 Minuten die Rippchen von beiden Seiten mit ordentlich Sauce lackiert.

Ich bin zwar kein Maler und Lackierer, aber das Ergebnis sah schon ganz ordentlich aus.








Fazit - Endlich genießen

Nach einer kleinen Ruhephase startete die Querverkostung von Mangalitza, LiVar und Ibérico.

Meine 3 verschiedenen Rippchen waren alle unterschiedlich dick und ich hatte etwas Angst, dass sie nicht perfekt werden. Kein Grund zur Sorge – alle 3 Rippchen waren unglaublich zart!

Besonders überzeugt haben mich die Mangalitza Rippchen. Durch das Räuchern hatte das Fett einen unglaublichen Geschmack der einfach unvergleichlich ist. Besonders aromatisch und sehr süßlich – ganz anders als ich erwartet hatte.


Geschmacklich waren die Ibérico Rippchen auch top! Der nussige Geschmack kam super heraus und das intramuskuläre Fett hat sich sehr gut verteilt. Am liebsten hätte ich im Nachhinein mehr Rippchen vom Ibérico gegrillt. Meine Freunde haben sich wirklich darum gerissen, weshalb ich nächstes Mal definitiv die größeren Ibérico Spareribs auf den Grill legen werde.


Die LiVar Rippchen waren unglaublich saftig und hatten einen hervorragenden Geschmack. Genau das was ich erwartet hatte (es war nicht das erste Mal, dass ich LiVar probiert hatte). Falls die Gäste von sehr fettreichem Fleisch abgeschreckt sind, können die LiVar Rippchen definitiv punkten. Für mich sind es genau die Rippchen, die ich Gästen gerne auf den Teller bringe.


Die lange Vorbereitungs- und Wartezeit von über 6 Stunden hat sich auf jeden Fall gelohnt. Durch die lange Grillzeit hat sich ein Geschmacksfestival der besonderen Sorte entwickelt, wie ich es noch nie erlebt habe. Es war das erste Mal, dass ich die 3-2-1 Methode genutzt habe und definitiv nicht das letzte Mal.


Von meiner Seite war’s das. Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachgrillen!

  • Grey Facebook Icon
  • Grey YouTube Icon
  • Grey Instagram Icon

© 2018 | blogaufbeef.de Food-Blog. All Rights Reserved. | HINWEIS ZUM URHEBERRECHT: Die Rechte an den Texten und Fotos liegen bei "BlogaufBeef.de" und dürfen nicht ohne unsere ausdrückliche Zustimmung verwendet werden.