• Gastschreiberling

Die Tücken des Weihnachtsgeschäftes


„Lisa, ich hab‘ eine tolle Idee!“ … so fing alles an 😉


Erstmal zu mir: Mein Name ist Lisa und ich arbeite seit Mai 2018 bei OTTO GOURMET. Vorher habe ich bei einem großen schwedischen Möbelhaus als Teamassistentin im Bereich Food gearbeitet. So gesehen war also alles in Sachen Fleischwissen was keine Köttbullar waren für mich eher unbekannt. Hier bei OTTO GOURMET betreue ich unser Filialgeschäft, den MännerMetzger in Heinsberg und Feinkost Stüttgen in Düsseldorf auf dem Carslplatz. Meine liebe Kollegin Silke hatte bereits ein schönen Beitrag über unsere Veranstaltung "Das beste Fleisch der Welt" im MännerMetzger geschrieben, wo ihr einen guten Einblick über das Essen gewinnen könnt.


Einblick in die Metzgertheke


Natürlich kannte ich OTTO GOURMET durch Freunde und Bekannte, bin im Sortiment aber nicht wirklich weiter als zu den Bison Burgern (SO gut, ein Must Try!) gekommen. Als ich dann bei OTTO GOURMET angefangen habe war es also erstmal echt viel Input den man sich merken & natürlich auch verstehen musste. Oder wusstet ihr, dass ein Strip Loin, Roastbeef und ein Rumpsteak das gleiche Stück sind? Ich nämlich nicht und so musste ich mich erstmal zurechtfinden. Aber je mehr ich mit allem auseinandergesetzt und je mehr ich auch probiert habe (das war der spaßigste Teil 😉 ) desto einfacher war es die Unterschiede zu erkennen und auch zu verstehen.


Als mir meine Kollegin Silke und Stephan Otto also vorschlugen im Dezember die Kollegen auf dem Carlsplatz im Weihnachtsgeschäft zu unterstützen glaubte ich gut vorbereitet zu sein. Schließlich hatte ich auch schon einige Male im MännerMetzger gearbeitet und kam dort in der im Vergleich kleineren Metzgertheke gut zurecht.


Naja was soll ich sagen… ich war nicht so gut vorbereitet wie ich dachte. Die Kasse beherrschte ich, das war es dann gefühlt aber auch!

Das Sortiment bei Feinkost Stüttgen ist nämlich nochmal etwas anders als das unseres Online Shops. Beispielsweise gibt es dort auch verschiedene Schinken, Aufschnitte, Wild und auch Geflügel. Natürlich bieten wir in unserem Online Shop auch Wild & Geflügel an, allerdings habe ich mich damit noch nie wirklich auseinander gesetzt da wir im MännerMetzger ausschließlich Rind & Schwein in der Theke liegen hatten.


Da stand ich dann also Anfang Dezember und wurde von unseren Kunden mit Fragen gelöchert die ich eigentlich selber noch hatte... „Das werden sehr lange drei Wochen“ dachte ich mir. Ich hatte die Hoffnung man hätte Erbarmen mit mir und lässt mich die drei Wochen einfach im OTTO GOURMET Shop beraten und verkaufen. In unserem neuen Shop stehen unter anderem Tiefkühlschränke mit ausgewählten Produkten aus unserem Online Shop. Diese Produkte kenne ich mit all ihren Eigenschaften und Besonderheiten auswendig, ich hab‘ sie nämlich im Kassensystem eingepflegt und die Infos für die Kollegen vor Ort zusammengestellt. 😉 Das wäre Quasi mein Ass im Ärmel gewesen! Aber Pustekuchen, der Plan ist nicht aufgegangen… naja, Augen zu und durch!

Mein Glück war es, dass die Kunden in meiner ersten Woche noch viel Zeit und Geduld mitgebracht haben und sie somit mit mir auf meine Kollegen gewartet haben und wir dann gemeinsam gespannt den Erklärungen, Zubereitungstipps und Rezepten meiner sehr hilfsbereiten Kollegen (DANKE dafür) lauschen konnten.

Aber es wurde von Tag zu Tag besser, ich konnte immer mehr eigenständig beraten, zuschneiden und verkaufen. Somit war ich also für den Weihnachtswahnsinn gewappnet.

Worauf ich allerdings nicht vorbereitet war, war das Knödel Drama! Zum Verständnis: bei Feinkost Stüttgen bieten wir auch verschiedene Knödel, Spätzle, Rotkohl etc. an.




Das Knödel-Trauma


In 2017 gab es wohl den Knödel Super-GAU und es gab ein paar Tage vor Weihnachten keine Knödel mehr. Also brach dieses Jahr schon Anfang Dezember Panik aus man könne vielleicht keine Knödel mehr bekommen. Ich mein die Knödel sind verdammt lecker, aber deswegen so Panik schieben? War für mich unverständlich. „Werden Sie in der Woche vor Weihnachten noch Knödel haben?“ „Können Sie mir bitte Knödel weglegen?“ waren neben den Fragen wie man die Knödel aufbewahrt und zubereitet die häufigsten Fragen.

Auf die erste Frage hätte ich am liebsten irgendwann gesagt „Wenn ich hellsehen könnte, hätte ich Lotto gespielt und läge jetzt am Strand“. Hätten glaub ich aber nur meine Kollegen witzig gefunden. Wie es sich gehört habe ich immer nett gelächelt und gesagt „Wir haben weitaus mehr Knödel bestellt als im Vorjahr, aber die Knödel sind mindestens bis zum 27.12. haltbar. Sie können Sie auch gerne jetzt schon mitnehmen und auf Nummer sicher gehen“. Wollte trotz Panik aber irgendwie niemand… ich glaub die Leute standen auf den Nervenkitzel 😉

ABER liebe Leser, keine Sorge! An dieser Stelle gibt es ein Happy End 😊 Wir konnten alle unsere Kunden zufrieden mit so vielen Knödeln wie gewünscht nach Hause schicken! So gab es für unsere Kunden ein „glücklicheres“ Weihnachten als 2017.

Wobei ich nie gedacht hätte, dass wir SO viele Knödel verkaufen würden. Als ich die gelieferten Mengen gesehen habe, habe ich mich gefragt was Kristina (unsere Filialleitung vor Ort) vorhat. Auch als das ganze Großgeflügel für die Weihnachtswoche kam und man kaum noch ins Kühlhaus kam war ich besorgt, dass jeder Mitarbeiter sein Weihnachtsmenü umwerfen und stattdessen Großgeflügel mit Knödeln essen müsste! Ich mein könnte ein schlechteres Menü geben, aber bei einigen Tieren fragte ich mich was für Backöfen unsere Kunden besitzen.

Aber was soll ich sagen, an meinem letzten Tag vor Ort (22.12.) war das Kühlhaus so gut wie leergefegt! Die einzige Frage die für mich noch offen blieb war „Hören deine Füße jemals wieder auf so weh zu tun?“ Diese Frage kann ich mittlerweile aber mit einem Ja beantworten 😉

An dieser Stelle möchte ich auch gerne kurz dem Team vor Ort für ihre Herzlichkeit & Geduld danken! Kitschig, ich weiß 😉



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