• Corinna

Einfach gut kochen

Aktualisiert: 28. März 2018

Einfach gut kochen. Das ist oft leichter gesagt als getan.

Gerade nach einem langen, anstrengenden Tag fehlt es mir entweder an Zeit oder an Motivation, um abends noch aufwendig zu kochen.


Hat man dann aber mal Zeit, um so richtig schön ausgiebig am Herd zu stehen, stellt sich vorher noch eine, wenn nicht sogar die entscheidende Frage: Was soll ich kochen?


Zugegeben, mit nur wenigen Klicks findet man heute im Internet eine Flut an Rezepten. Da ich mich aber eher zu den Hobby-Köchen zählen würde, fallen viele Rezepte für mich schon nach dem Lesen flach. Wieso? Weil sich mir beim Lesen einiger komplizierter Rezepte, die gefühlt von Sterneköchen entwickelt wurden, oft der Gedanke aufdrängt, ob man die auch zuhause problemlos nachkochen kann. Man hat sich schließlich für hochwertige Zutaten entschieden, die natürlich auch ihr Geld kosten, und will es gerade deshalb nicht durch wagemutige Kochexperimente vermasseln.



Die OTTO GOURMET Produkttester

Und genau das ist einer der Gründe, warum viele Kunden einzelne Produkte bei uns im Shop nicht bestellen. Klar, wir bieten online eine große Auswahl an Rezepten und auch Videos mit Schritt-für-Schritt-Anleitung. Aber die wurden meist von den Profis aus dem OTTO GOURMET Köcheteam entwickelt und auch in den Videos macht ein ausgebildeter Koch vor wie’s geht.

Aus diesem Grund haben wir die OTTO GOURMET Produkttester ins Leben gerufen und wollen dabei Rezepte sammeln, die von Hobbyköchen wie dir und mir entwickelt wurden. Seit Anfang 2018 starten wir regelmäßig neue Produkttests, für die wir nach Ende der Anmeldephase zehn Personen auswählen. Die haben dann zwei Wochen Zeit, unser Produkt zuzubereiten und ein eigenes Rezept dafür zu kreieren. Ganz egal ob schnelle Küche oder Fine Dining. Hauptsache das Kochen macht ihnen Spaß.



Kräuterlamm zu Ostern

Los ging’s im Januar mit dem Gillbachtal Hahn. Passend zu Ostern haben wir uns dann überlegt, unser Vogelsberger Kräuterlamm – das im März übrigens im HR-Fernsehen bei einem Lammfleisch-Vergleich als klarer Sieger hervorgegangen ist! – zum Testen zur Verfügung zu stellen.

Das Lamm ist nämlich der Klassiker zu Ostern! Zugegeben Lammfleisch ist nicht jedermanns Sache. Aber selbst wer den kräftigen Geschmack von Lammfleisch nicht so gerne mag, muss neidlos anerkennen, dass Lammfleisch in Sachen Zartheit kaum zu übertreffen ist.

Ich selbst hatte im März 2017 die Möglichkeit Hans Schmidt, den Mann, der unsere Vogelsberger Lämmer vertreibt, und zwei seiner Züchter auf dem Vogelsberg zu besuchen und mich vor Ort nicht nur vom Geschmack des Lammfleisches zu überzeugen, sondern auch mit eigenen Augen zu sehen, wie die Lämmer und Schafe dort in Hessen leben.


Aber nicht nur ich scheine ein Fan von Lammfleisch zu sein: für diese Runde der OTTO GOURMET Produkttester gab es mehr als 400 Bewerbungen! Letztendlich haben wir uns für zehn interessierte Genießer entschieden, unter denen wir sowohl die Vogelsberger Lammschulter als auch die Vogelsberger Lammkeule je fünf Mal verschickt haben.


Das Ergebnis: herausgekommen sind zehn spannende Rezepte und zehn total unterschiedliche Arten, wie man Lammschulter oder Lammkeule zubereiten kann. Jeder OTTO GOURMET Produkttester hat seine ganz persönliche Note einfließen lassen und ein leckeres Rezept kreiert.



Mein persönlicher Favorit

Nachdem ich jetzt so viel über Lammfleisch und unsere Produkttester-Aktion geschrieben habe, sollen natürlich auch Taten folgen. Ok, es sind nicht meine Taten. Aber unser Produkttester Georg war fleißig und deshalb möchte ich euch natürlich sein Rezept und meinen persönlichen Favoriten vorstellen. Hier kommt Georgs Rezept für die Vogelsberger Lammkeule für 6 Personen:


Zutatenliste

1 Lammkeule mit Knochen 2 EL Butter 3 - 4 große Tomaten 4 Schalotten 2 - 3 Karrotten 8 Zehen Knoblauch 4 Zweige Thymian 3 Zweige Rosmarin 250 ml Weißwein Ahornsirup Salz und Pfeffer 4 Lorbeerblätter 10 Wacholderbeeren evtl. etwas Rotwein


Die Lammkeule in einem großen Bräter mit etwas Öl von allen Seiten gut anbraten, sodass diese von allen Seiten schön angebräunt ist (etwa 10 – 15 Minuten). Anschließend die Lammkeule aus dem Bräter nehmen, ausreichend salzen und pfeffern und zur Seite stellen. Das vorhandene Öl im Bräter weggießen.

Nun den Backofen auf 80 Grad vorheizen.

Anschließend die Karrotten in Stücke schneiden (0,5 - 1 cm Stärke), die Tomaten achteln, den Knoblauch mit dem Messerrücken zerdrücken und die Schalotten vierteln. Jetzt gibt man die 2 EL Butter in den Bräter, dünstet alles relativ scharf an (den Knoblauch zum Schluss zugeben, damit er nicht bitter wird), alles gut salzen und pfeffern. Nach dem Andünsten den Weißwein, die Lorbeerblätter und die Wacholderbeeren hinzugeben, die Thymian- und Rosmarinzweige auf das Gemüse legen und darauf die Lammkeule betten.

Nun stellt man den Bräter auf der mittleren Schiene auf ein Backblech und schmort die Keule für ca. 5 - 7 Stunden. Am besten wäre es, wenn man ein Bratthermometer benutzt. Wenn die Kerntemperatur ca. 56 Grad erreicht hat, nimmt man die Keule aus dem Bräter und stellt diese zum Warmhalten wieder zurück in den Backofen.

Für die Soße das Gemüse erhitzen und es ca. 10 Minuten gut kochen lassen. Je nach Geschmack gibt man zum Köcheln den Rotwein hinzu. Wenn man den feinen und reinen Geschmack des Lammes bevorzugt, dann lässt man den Rotwein einfach weg. Probiert einfach den erhitzen Bratensaft, der überzeugt garantiert! Nach dem Köcheln drückt man das zerkochte Gemüse mit einem Holzlöffel durch ein Sieb und reduzierr die Soße auf den gewünschten Geschmack und Konsistenz ein. Zur gleichen Zeit stellt man den Backofen auf 120 Grad hoch, damit das Fleisch beim Essen eine angenehme Genusstemperatur hat (ca. 10 Minuten, nicht länger - es soll ja schön rosa bleiben).

Ich binde die Soße gerne am Ende noch mit ein bisschen Mondamin ab. Zum Abschmecken reicht dann noch Salz, Pfeffer und Ahornsirup. Der Sirup gibt der ganzen Soße den letzten Pfiff.

Als passende Beilage empfiehlt Produkttester Georg Polentaschnitten (gewürzt mit Rosmarin und Thymian) und Prinzessinenbohnen im Speckmantel.


Klingt verdammt lecker, oder? ;) Viel Spaß beim Nachkochen!

Achja; und falls ihr Lust habt selbst mal zum Produkttester zu werden, könnt ihr euch hier für die nächste Runde anmelden. Was es zu testen gibt, erfahrt ihr dann immer dort!

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