• Corinna

Nice to meat you


Zum Einstieg eine kleine Anekdote (damit auch der Wortwitz im letzten Satz wie geplant hinhaut!):

Väter lieben (schlechte) Wortspiele. Meiner ist da keine Ausnahme. Wenn der mir dann etwas erzählt, bei dem ich im ersten Moment nicht sicher bin, ob er mich veräppelt oder es wirklich ernst meint, folgt auf mein „Ja? Wirklich?“ oft ein „Nein, Echt.“. Der Witz bei der Sache ist der, dass es bei uns ganz in der Nähe, kurz hinter der holländischen Grenze wirklich, also echt, einen Ort namens Echt gibt. Das wäre an und für sich jetzt nichts Besonderes und nicht als Einstieg in einen Blogbeitrag geeignet, wenn ich nicht bei OTTO GOURMET arbeiten würde und in Echt nicht die LiVar Schweine leben, deren Fleisch es in unserem Shop zu kaufen gibt.

Wenn ihr (hoffentlich!) fleißige BlogaufBeef-Leser seid, dann könnte sich euch jetzt folgender Gedanke aufdrängen: „Die hat doch schon mal von einem Besuch bei LiVar geschrieben? Warum jetzt nochmal?“ Ich sag’s euch: letztes Jahr im August war ich mit unseren meatCLUBern dort, also mit Kunden von uns. Dieses Mal war es aber nochmal anders; da war ich nämlich mit Bjoern, einem Food-Blogger und dem Mann hinter „Time to Meat“ bei Frans de Rond. Wieso wir zusammen dorthin gefahren sind, lest ihr in diesem Blogbeitrag.


Am Anfang war ein Gillbachtalhahn

Denn Bjoern hatte sich Anfang des Jahres für die OTTO GOURMET Produkttester beworben und ist mit seinem Blog zum Testen unseres Gillachtalhahns auswählt worden. Nach dem Produkttest war aber nicht Schluss. Schnell hatten wir uns gemeinsam dazu entschieden, dass Bjoern in seinem Blog regelmäßig unsere Produkte testen und darüber schreiben soll. Denn dass wir von unseren Produkten überzeugt sind, ist klar. Bjoern sollte als Blogger ganz neutral an die Sache rangehen und auf „Time to Meat“ offen schreiben, wie ihm unsere Produkte gefallen. Bisher – und das freut uns natürlich besonders – ist das Feedback immer positiv ausgefallen ;-)

Im März Bjoern mich dann angeschrieben und gefragt, ob es nicht möglich für ihn wäre, uns einfach mal besuchen zu kommen, um bei uns hinter die Kulissen zu gucken. Damit Bjoern, der immerhin knapp 3 Autostunden entfernt wohnt und sich für den Besuch hier bei uns extra Urlaub nehmen muss, auch richtig was geboten bekommt, haben wir das Programm etwas ausgeweitet: gemeinsam wollten wir zu Frans de Rond und seinen LiVar Schweinen fahren, mittags in den MännerMetzger gehen und dann zum Abschluss eine Führung durch unser Fleischkompetenz Zentrum machen.

Die Idee schien offensichtlich gut anzukommen und so haben wir uns für den 19. Juni verabredet. Pünktlich um 10 Uhr war Bjoern hier. Nach einem kurzen Plausch ging’s dann auch direkt weiter Richtung Echt und nach nur knapp 30 Minuten Fahrt sind wir auch schon in der Abtei Lilbosch in Echt angekommen. Zugegeben; wir waren eine ganze halbe Stunde zu früh da. Aber wenn man mit einer Kamera bewaffnet ist, dann weiß man die Zeit schon zu nutzen ;-)


Von Schweinen & Selfies

Bitte recht freundlich: Frans de Rond (l.), Bjoern & ich

Um 11 Uhr und auf die Minute pünktlich begrüßte uns dann Züchter Frans de Rond. Wie man ihn und seine lockere, holländische Art so kennt, sorgte er mit einem „Über Fußball brauchen wir wohl lieber nicht zu reden.“ (Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, wie Recht er damit hatte …) direkt für einen lockeren Einstieg. Gemeinsam haben wir dann den gesamten Hof besichtigt. Wir konnten den Schweinen beim Suhlen, schlafen und spielen zugucken und wir bekamen einen tollen Eindruck davon, was artgerechte Tierhaltung wirklich bedeutet. Schweine, die bis zum Bauch im Matsch lagen, andere die in der Sonne ein Nickerchen machten und kleine Ferkel beim Kräftemessen – so soll es sein. Wenn ich ganz ehrlich bin, denkt man in so einem Moment natürlich auch „Hmmm … die Schweine sind natürlich letztendlich nicht zum Spaß hier.“ Aber wenn man eben sieht, was für ein gutes Leben die Tiere leben, dann kann man den Kreislauf des Lebens doch deutlich besser akzeptieren. So geht's zumindest mir.




Nach einem kurzen Selfie ging’s für uns dann weiter zum großen Silo. Das Futter der Schweine, das aus regionalem Getreide angebaut wird, durften wir sogar selbst probieren. Unser Fazit: erinnert ein bisschen wie trockenes Brot, aber den Schweinen scheint’s zu schmecken.

Das Futter der LiVar Schweine besteht aus kleinen, länglichen Pellets, die aus regionalem Getreide gepresst werden.


Nach der Theorie folgt die Praxis

Wer Lust hat, die Wurstvariationen aus der Metzgertheke selbst mal zu probieren; die gibt's als Vorspeise im MännerMetzger!

Als wir mit der Führung durch waren (Danke an dieser Stelle natürlich an Frans!), fuhren wir zurück Richtung Heinsberg. Der MännerMetzger war unser zweiter Halt. Auch wenn manch einer es vielleicht ein bisschen makaber finden könnte, wollten wir dann im MännerMetzger eine kleine Querverkostung vom LiVar Schwein machen. Die Praxis folgte also quasi der Theorie. Auf dem Stunden- bzw. auf dem Speiseplan standen zunächst die Wurstvariationen von der Metzgertheke mit LiVar Jamon de la Sierra, LiVar Livarano und – meinem persönlichen Favoriten – dem LiVar Schinken Prosciutto di Monastero. Als Hauptgang kredenzte man uns die LiVar Bratwurst, das Filet und das Kotelett am Knochen. Und weil’s ganz ohne Beilagen natürlich auch keinen Spaß macht, gab’s Trüffel-Parmesan-Pommes und fürs Gewissen ein Wildkräutersalat vom Keltenhof.


Von links nach rechts: die LiVar Bratwurst, das Filet vom LiVar Schwein & das Kotelett. Ganz ohne Sauce, nur mit etwas Salz serviert.

Wie es sich für einen Foodblogger und mich als Betreuerin unserer Social Media Kanäle gehört, wurde natürlich erst die Kamera gezückt. Sein Essen zu fotografieren gehört schließlich mittlerweile zum guten Ton ;-) Nach der Fotosession waren wir zunächst etwas sprachlos, weil Bjoern und ich zu sehr damit beschäftigt waren, jeden Bissen zu genießen. Unser geschmacklicher Gewinner war dabei klar das Kotelett. So schön saftig und mit einem tollen Fleischgeschmack – lecker!


Noch schnell die Cola ausgetrunken und dann ging’s auch schon weiter. Der letzte Programmpunkt von Bjoerns Besuch führte uns von der Innenstadt Heinsbergs zurück nach Oberbruch, in unser Fleischkompetenz-Zentrum. Jetzt gab’s wie versprochen eine Unternehmensführung. Hier durfte Bjoern einen Blick in jeden Bereich des Unternehmens werfen. Auch, wenn wir die Hygienebereiche natürlich nicht betreten durften, konnte er unsere Metzger trotzdem bei der Arbeit sehen – Kameras sei Dank ;-) Bjoerns persönliches Highlight? Das waren wohl die Grills, die in unserem Garten für unsere Kurse bereit stehen.


Als wir uns gegen 14.30 Uhr verabschiedeten, hatten wir beide viel gesehen, viel gelernt und natürlich viele Fotos gemacht. An dieser Stelle auch nochmal lieben Dank an Bjoern, dass wir deine Bilder mitnutzen dürfen! Ich würde mich einfach mal aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass es Bjoern bei uns gefallen hat, aber lest doch einfach selbst und klickt euch auch mal in seinen Blogbeitrag.


Ich kann zum Abschluss nur sagen: schön, dass du bei uns warst, Bjoern. Echt. :-)

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