• Corinna

Schwein muss man haben!

Aktualisiert: 23. Okt 2018

Wenn man mich während der Schulzeit gefragt hat, was ich gerne mal beruflich machen möchte, war „Bloß kein Bürojob!“ meine Antwort. Auf keinen Fall wollte ich Tag für Tag am Schreibtisch sitzen und auf einen Bildschirm starren. Zugegeben, als ich dann 2011 eine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation angefangen habe, schien mein Plan zunächst gescheitert. Schnell habe ich jedoch festgestellt, dass gerade ein Job im Marketing – und sei es eben ein kaufmännischer – viel mehr als „nur“ ein Bürojob ist. Gerade bei OTTO GOURMET sind meine Aufgaben so vielfältig, dass praktisch kein Tag wie der andere ist.


Eine meiner Aufgaben ist unser meatCLUB. Kurz zur Erklärung: der meatCLUB ist eine Community aus knapp 300 Mitgliedern, die einen festen Jahresbeitrag zahlen und dafür viele Vorteile bei uns und diversen Partnern genießen.

Im meatCLUB sind eigentlich alle per Du. Nicht zuletzt deshalb, weil wir jährlich ein kleines Mitgliedertreffen organisieren. So auch 2017. Da bin ich dann mit gut 20 Mitgliedern zu Frans de Rond, dem Züchter unserer LiVar Schweine, nach Echt in die Region Limburg nach Holland gefahren. Die Abtei Lilbosch, wo unsere LiVar Schweine leben, liegt nur knapp 25 Autominuten vom Firmensitz entfernt. Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter und sind bei strahlendem Sonnenschein von Frans begrüßt worden, der uns dann auf seinem Hof herumgeführt hat.


In dem Kloster wohnen auch heute noch „echte“ Mönche, die sich zwischen den Gebeten um die Tiere kümmern. Es war schön zu sehen, wie die LiVar Schweine auf den großzügigen Wiesen total zufrieden im Dreck liegen konnten. Die Bestallungen, in denen es sich vor allem die Muttertiere mit ihren Ferkeln gemütlich gemacht hatten, waren groß und sauber (ok – so sauber, wie es eben möglich ist, wenn Schweine sie bewohnen ;)). Und wie es sich für Schweine gehört, waren natürlich vor allem große Dreckpfützen auf den Wiesen ein beliebter Platz für die Tiere. Während der Führung erzählte uns Frans de Rond, dass die Limburger Klosterschweine, wie die Tiere auch genannt werden, ausschließlich mit Getreide gefüttert werden. Haben die Tiere ein Gewicht von etwa 120 kg, werden sie geschlachtet. Dann sind sie im Schnitt etwa 10 bis 11 Monate alt. Das ist natürlich der Teil der Geschichte, bei dem man immer etwas traurig wird. Aber da ich nicht auf Fleisch verzichten möchte bzw. kann (wie oft habe ich das in der Fastenzeit schon versucht & versagt!?) , hat es mich an dieser Stelle einfach beruhigt zu sehen, dass die Tiere auf jeden Fall ein gutes Leben haben. Auch einer unserer meatCLUBer hat danach zu mir gesagt „Wirklich einmal selbst zu sehen, wie die Tiere leben, ist besser als jede Werbung in einem Katalog.“


Nach der Hofführung hatte Frans de Rond eine ganz besondere Überraschung vorbereitet: er kam mit ein paar riesigen Tabletts mit allerlei leckeren Köstlichkeiten vom LiVar Schwein um die Ecke. Ok, man könnte es vielleicht makaber nennen, sich zuerst die Schweine auf dem Hof anzusehen und danach dann deren Fleisch zu probieren. Aber die Mitglieder des meatCLUBs und ich sind nun mal keine Vegetarier und getreu dem Motto „Lieber wenig Fleisch und dafür gutes.“ ging das in meinen Augen absolut in Ordnung. Langer Rede, kurzer Sinn: alle meatCLUB Mitglieder waren total begeistert von dem, was Frans de Rond uns aufgetischt hatte. Das größte Highlight war dabei für mich der Lardo. Das ist weißer Speck, der direkt unterhalb der Schwarte geschnitten wird und dann in speziellen Gefäßen und mit diversen Gewürzen reift. Frans de Rond hatte den LiVar Lardo hauchdünn aufgeschnitten und jeden gebeten, sich eine Scheibe auf den Handrücken zu legen. Sobald man dann seine Haut durchschimmern sehen konnte, war er perfekt und man konnte probieren. War sicher ein lustiges Bild, wenn 20 Menschen im Kreis stehen und auf eine Scheibe Schinken auf ihrer Hand starren, aber der Genuss war’s wert!





Nach dem Besuch der Abtei Lilbosch ging’s dann noch weiter zum EUregio BBQ Festival nach Waldfeucht und für ein BBQ zu uns nach Heinsberg.

Aber das ist eine andere Geschichte ;)



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